Die Idee eine Hochleistungsgrafikkarte mit einer leisen Kühlung zu versehen ist ja nun nicht neu.
Doch mangelte es den bisher auf dem Markt erschienenen Produkten immer an 2 Dingen:
Kühlleistung und
Praxistauglichkeit
Alle bisherigen Lösungen basierten auf fast dem gleichen Prinzip:
Je mehr Kühlflache, desto besser die Kühlleistung!
Dass dieses Prinzip nicht ganz aufgeht, sieht man ja am bekannten Zalman ZM80:
Der Kühler ist schwer und klobig, nicht gerade einfach zu montieren und die Kühlleistung reicht gerade mal aus die Karte am Temperaturlimit zu betreiben.
Trotz mieser Kühlleistung heizt der Zalman das PC-Gehäuse erheblich auf.
Folge:
Bessere Lüftung muss ins Case - in Folge dessen, ist der PC nicht viel leiser als vorher
Die Firma Arctic Cooling stellt nun eine neue Lösung vor:
Den VGA Silencer
Dieser soll leise vor sich hin summen und dennoch eine gute Kühlleistung bieten.
Mit 17.90€ ist dieser im mittleren Preissegment plaziert.
Auf der Verpackung lehnt sich Arctic Cooling schon ziemlich weit aus dem Fenster:
Es wird die doppelte Kühlleistung - bei gleicher, und dieselbe Kühlleistung mit Halber Lautstärke im Vergleich zum Originalkühler angepriesen.
Mal sehen, ob der Kühler hält, was man sich von ihm verspricht
Ein Dankeschön geht auch in diesem Test an das Internet - Versandhaus PC-Cooling.
Für die schnelle Lieferung und den freundlichen Support, herzlichen Dank.
Lieferumfang und erste Eindrücke:
In der Verpackung des VGA Silencers sind alle zum Bertieb notwendigen Materialien enthalten:
Der Kühler
Ein Heft mit Montageanleitung
Wärmeleitpaste
eine neue Slotblende
Eine Montageklammer
Somit kann der Einbau auch gleich losgehen
Zur Optik:
Der Kühler hat ein beträchtliches Gewicht (trotz Alu Konstruktion), aber fühlt sich qualitativ gut an.
Die Bodenplatte weist zwar feine Riefen auf, ist aber dennoch gut verarbeitet. Das Lüfterkabel ist in einem Stoffschlauch schön seitlich am Kühlkörper vorbeigelegt. Sehr Schön
Der Kühlkörper ist von einem transparenten Plastikgehäuse umgeben, welches sich bestimmt gut mit
LEDs beleuchten lässt. Ein Blick in den Luftauslass zeigt die recht eng aneinander gepackten Kühllamellen, also ist auch dieser Kühler nach dem Prinzip "Bigger is better" aufgebaut
Der Kühler wird direkt an die Graka angeschlossen und belegt so keinen Lüfterport auf dem MoBo.
Der Einbau:
Auf meiner Radeon 9700 PRO arbeitete lange Zeit ein Titan CUV2AB - nicht gerade leise aber zuverlässig,
dennoch muss der erstmal runter.
Hier erstmal ein großes "B u h !" an Titan:
Die mitgelieferte Wärmeleitpaste lässt sich selbst mit Aceton nur schwer entfernen
Zum Test nehme ich mal die von Arctic - Cooling mitgelieferte Wärmeleitpaste.
Am Besten man trägt etwas Wärmeleitpaste auf die Mitte des Cores auf und verreibt diese dann mit
einem Taschentuch. So erreicht man einen schönen, gleichmäßigen Film aus Wärmeleitpaste.
Um meiner Karte einen gewissen optischen Anreiz zu geben, habe ich sie noch mit Ramkühlern bestückt.
Diese sollten an der Oberseite (wo der Core sitzt) nicht höhr als 9mm sein , da sie sonst mit dem
VGA Silencer kolidieren. Meine waren 15mm hoch , also habe ich 6mm abgefeilt.
Der Zusammenbau ist ähnlich wie beim Zalman etwas kompliziert:
Die alte Slotblende der Radeon muss runter und durch die vom VGA Silencer ersetzt werden.
Schön ist, dass auf der von Arctic-Cooling beigelegten Slotblende die Beschriftung der Anschlüsse miteingeprägt wurde (VGA, TV-Out und DVI), das ist schon liebe zum Detail.
Dann wird der Kühler auf die Karte gelegt und mit der Montageklammer fixiert.
Diese ist ziemlich hoch, auf manchen Boards könnte es zu Problemen mit dem Northbridgekühler kommen, mein RDA3+ scheint davon verschont zu sein.
Die Schrauben der Klammer sollten Handfest angezogen werden, wenn es knacken sollte was es wohl zu Handfest.
Damit ist der Kühlbrocken verbaut.
Die Karte errinert nun mehr an eine GF FX 5900 als an eine Radeon 9700 PRO
Das Gewicht sollte ein paar Gramm unter dem Zalman liegen, schwer ist der Kühler aber trotzdem.
Das Advance B031 Problem:
Beim Einbau in mein Avance-Gehäuse ergaben sich erhebliche Probleme:
Die Grafikkarte passte nach dem umbau nicht mehr in mein Gehäuse !
Nach langem fluchen und toben erkannte ich das Problem:
Beim Avvance werden ja alle PCI und AGP Steckkarten mit Plastikschiebern fixiert. Diese Schieber
laufen in einer Führungsschiene und diese kolidiert mit dem Slotblech des VGA Silencers.
Da es logischer war den Kühler zu modifizieren, als mein Gehäuse zu zerflexen, kam mein kleiner
Freund "Bolzenschneider" zum Einsatz.
Alternativ kann man auch eine Eisensäge oder Dremel benutzen, aber so gings schneller.
Nachdem die Ecke raus war passte der Kühler wunderbar in mein Gehäuse.
Ich hoffe die Revision 2 des Kühlers hat diesen Ärgerlichen Bug nicht mehr.
Der Benchmark:
Das Testverfahren:
Um die Grafikkarte so richtig zum Kochen zu bringen, benutze ich den 3D Mark 2001.
Auch wenn der Benchmark zum Benchen totaler mist ist, eignet er sich dennoch hervoragend
um Grafikkarten so richtig aufzuheizen.
Grund:
Die Enorme AGP Last des Benchmarks heizt die Grafikkarte trotz eher primitiver Shader Befehle
so richtig auf.
Zum Messen benutze ich mein Conrad Thermometer.
Es hat eine Auflösung von 0,1 °C und sollte für den Test genau genug sein.
Gemessen wird von der Rückseite des Grafik Cores.
Meine Systemtemperatur betrug zum Messzeitpunkt etwa 35 °C.
Meine bisherige Referenz:
Der Titan CUV2AB
Dieser Kühler ist meiner Meinung nach das Beste was Titan jemals gefertigt hat und genießt in
OC - Kreisen einen Guten Ruf als Allzweckkühler.
Immernoch wird er zum Kühlen von Northbridges und Grakas eingesetzt, die außerhalb der vom Hersteller freigegebenen Taktfrequenzen operieren.
Für einen Silent Kühler wie den VGA Silencer, dürfte der Titan ein ernstzunehmender Gegner sein
Nach 30 Minuten intensiv Benchmark:
Die Temperatur des CUV2AB lag bei 50,4 °C
Der Arctic - Cooling VGA Silencer schaffte im Silent Mode 45,4 °C,
Im High Fan Speed Mode 42,5 °C
Neue Referenz !
Subjektiv kann man sage, dass der VGA Silencer selbst im High Speed Mode nahzu unhörbar ist.
Er erzeugt beim genauen Hinhören ein tiefes Brummgeräuch, welches sehr angenehm ist.
Wo hingegen der CUV2AB ein deutliches helles Betriebsgeräuch erzeugt.
Fazit:
Die Pros:
Super Kühlleistung Perfekte Geräuchcharakteristik Lüfter regelbar (High/Low) Gutes Preis- / Leistungverhältnis Sehr Gute verarbeitung Gut zu Modden Super Optik
Die Cons:
Schwer Kompatibilität (zum Avance Gehäuse) Nichts für Bastelfaule
SGT. CyruS Says: Daumen Hoch
Trotz diverser Kompatibilitätsprobleme und dem "Advance" Bug bewerte ich diesen Kühler als Sehr Gut.
Er ist wirklich kaum warnehmbar und kühlt ohne Gnade , so muss das
Die Wahl der Lüftergeschwindigkeit ist ein weiterer Pluspunkt.
Die Verarbeitung könnte besser sein, aber die Bodenplatte kann man auch selbst polieren.
Somit ist er bei mir neue Referenz in den Katigorien VGA Kühlleistung und VGA Lautstärkenentwicklung.
Gnadenlos wurde der CUV2AB enttrohnt und somit hat der VGA Silencer verdient den Test gewonnen.
also ich hab das Teil jetzt dann 3 Jahre und er läuft immer noch einwandfrei und ohne Macken.
1-2 mal hab ich mal saubergemacht bei dem Staub was da anfällt...
Auch wenn die zeitlichen Lücken zwischen den Comments immer länger werden:
Ich habe das Ding auch seit einem halben Jahr drinne, ich habe aber mehr als 30 Stunden (!) gebraucht, damit die Karte lief. Das Problem lag darin, dass ich eine Hercules 9700 non-pro bestücken wollte, die aber zum einen auf der GPU-Rückseite passiv gekühlt ist (-->kollidiert mit der Klammer), zum anderen die GPU und die Bohrlöcher zur Lüftermontage anders positioniert sind als im Standardlayout. Dadurch hat der neue Kühlkörper einen Abstand von ca. 1cm zum Slotblech, wodurch ohne Modifikation die Erdung des Silencers entfällt. Das Ärgerlichste war jedoch, dass ohne Isolierung der Kühlkörpers vom Metallrand um die GPU herum die Karte kurzgeschlossen wurde.
Ergo wurde folgendes modifiziert:
- Papierschicht auf den Metallrand um die GPU
- Extrakühlkörper auf die Rückseite der GPU, dadurch musste die Klammer umgefeilt werden
- Metallplättchen incl. WLP auf besagte Rückseite der GPU, da um den ehemaligen KüKö herum Widerstände angeordnet waren, die eine vernünftige Montage des neuen (geteilten) KüKös für die Rückseite nicht zuließen.
- Erdungsblech des Silencers umgebogen
habe den Kühler auch bei mir eingebaut und kann ihn nur empfehlen...ich hatte keinerlei Probleme beim Einbau der Karte, bei einem billig noname-Rechner
hab ihn mir auch zugelegt....muss bloß noch warten bis ich jetzt die passende graka dazu bekomme^^
habe den Kühler auch bei mir eingebaut und kann ihn nur empfehlen...ich hatte keinerlei Probleme beim Einbau der Karte, bei einem billig noname-Rechner
tolles ding, würde mich auch interessiere. aber was ich gerne wissen würde ist. das ding ist für einen grafikkartenkühler recht schwer. wie sieht es bei einem normalen transport aus (keine 2 kilometer auf einer schotterstrasse oder etwas vergleichbares). könnte die grafikkarte dabei schäden nehmen oder ist das gefahrlos möglich. ansonsten würde ich gerne mein radeon 9700 pro gerne zu nvida karte umfunktionieren (bzw. zu einer besseren nvida karte, da die ja bei der FX ein vergleichbares prinzip benutzt haben, dass allerdings genau das gegenteil von leise war)
Schöner test, allerdings bleibe ich lieber bei meinem Standardkühler, da der mir noch dicke genügt. Hab ja auch ne ATI Radeon 9500Pro und nicht so ne scheiss warme GeForceFX.
Sehr guter und ausführlicher Test, leider finde ich das Teil kotzhässlich, auch wenn die Kühlleistung gut sein soll, die Optik spielt bei mir auch immer eine Rolle!
Das Problem mit den Plastikschienen habe ich übrigens auch, da mein Xaser VM3000A ja auf den Avance Midi basiert....Vom Innenraum her haargenau das gleiche Konzept. Daher passt meine TV-Karte nicht mehr rein, von einer potenziellen Zwei-Slotblenden-FX5800 ganz zu schweigen Aber nette Idee, wie du das gelöst hast....