Heute teste ich ein Gehäuse, das sich nun schon eine Zeit lang auf dem Markt befindet und aus der Masse der Standardgehäuse heraussticht: das Silentium T-2 von Arctic Cooling.
Das Spezielle: Im Gehäuse ist ein hochwertiges Netzteil von Haus aus integriert und für ein innovatives Konzept zur Kühlung, inklusive ganzer vier temperatur-geregelter 80mm-Lüfter, ist auch gesorgt.
Der Firma Arctic Cooling eilt der Ruf vorraus, Produkte zur leisen Kühlung an den Mann respektive die Frau zu bringen. Durch Erfolgsprodukte wie den VGASilencer wurde dieser Ruf im Laufe der noch relativ jungen Firmengeschichte gefestigt.
Ob das Gehäuse hält was es von den technischen Daten her verspricht, werde ich versuchen in diesem Test zu klären.
Das Gehäuse wurde mir wieder einmal freundlicherweise von Impuls-PC gestellt, wo es für 78,90 € zu erwerben ist.
vier 80mm-Lüfter, temperatur-geregelt (davon zwei, am Netzteil montiert).
Laufwerksschienen
Schrauben
Kaltgerätekabel
Kabelbinder
Standfuß
Eine Innovation sind die Laufwerksschienen. Diese machen die Montage der optischen Laufwerke zu einer Schrauben-losen Angelegenheit.
Ausgeliefert wird das elegante Gehäuse in einem Pappkarton mit angemessener Größe. Hierbei sorgt eine graue Schaumgummimatte für Sicherheit, die man auch herrvorragend als Montageunterlage nutzen kann, damit der Boden nicht verkratzt
Eine Montageanleitung sucht man leider vergeblich, allerdings bietet die Website Montagehinweise an. Trotzdem wäre eine beiliegende Anleitung sicherlich die bessere Lösung gewesen.
Technische Daten
Gehäuse
Werkstoff: Stahl bis auf die Plastikfront
Einschübe: 2x 5,25" / 4x 3,5"
Länge x Höhe x Breite : 46 cm x 44 cm x 20,5 cm
Gewicht: 11,5 kg
Lüfter: vier 80mm (temperatur-geregelt; maximal 1900 U/Min), davon zwei als Netzteillüfter
Front-Anschlüsse: 2x USB 2.0, Line-Out und Mikrofon
Netzteil (von Seasonic)
350 Watt (max. 450 Watt kurzzeitig auf Abruf)
Ampèrewerte
+3.3V : 28 A
+5V : 30 A
+12V : 17A
+5V Standby : 2 A
-12V : 0.8 A
Das Äußere
Das komplett in schwarz und silber gehaltene Gehäuse wirkt sehr edel. Das Design ist sehr schlicht gehalten. So passt das Gehäuse sowohl gut ins Büro als auch ins Wohnzimmer. Der edle Eindruck wird nur durch die Plastikfront etwas getrübt. Hier hätte man, wie auch beim Rest des Gehäuses, auf Stahl als Material zurückgreifen können. Insgesamt wirkt das Gehäuse sehr verarbeitet.
Gut konzipiert zeigt sich die Klapptür, die Halterung wirkt stabil und bei geschlossener Klappe kann kein, nicht in der Gehäuse farbige, Laufwerksblende den Gesamteindruck stören.
Die Power LED (siehe Bild 2) leuchtet im Betrieb blau auf. Bei Festplattenzugriff wird auch die andere Seite des Rings rot erleuchtet.
Das Gehäuse verfügt über die folgeneden Frontanschlüsse:
2x USB 2.0
1x Mikrofonanschluss
1x Lautsprecheranschluss
Einen Firewireanschluss sucht man vergeblich. Allerdings war er wohl anfangs eingeplant denn die entsprechende Plastikabdeckung ist vorhanden. Vielleicht auch eine Option um nachrüsten zu können
Das Innenleben
Die größte Besonderheit des Gehäuseaufbaus fällt direkt ins Auge.
Das Netzteil ist anders als herkömmlich unten rechts im Gehäuse positioniert. Es ist mit zwei Lüftern ausgestattet, die warme Luft durch das Netzteil nach draußen blasen. Durch die Luftkanäle des Plastiksockels gelangt so die warme Luft hinaus.
An der Stelle wo bei konventionellen Gehäusen das Netzteil montiert ist, sorgen zwei temperaturgeregelte 80mm-Lüfter dafür, dass die vom Prozessor und den übrigen Komponenten erwärmte Luft schnell ihren Weg nach draußen findet. Für frische Luft von draußen sorgen die zahlreichen Löcher an der Gehäuserückseite. Das Kühlungskonzept ist also wirklich durchdacht und bietet Vorteile gegenüber dem Herkömmlichen. Auf dem ersten Bild habe ich versucht die Luftströmungen mit Pfeilen darzustellen.
Eine weitere Besonderheit des Innenlebens stellt die Aluminiumbox für die Festplatte dar. Die Festplatte wird einfach eingeschoben. Durch die Aluminiumbox bleibt die Festplatte kühler bzw. kann ihre Wärme weiträumiger abgeben. Ein weiterer Effekt ist die Dämmung der Festplatte. Da die Platte mit Hilfe von Gummis entkoppelt wird sollten auch Vibrationsgeräusche der Vergangenheit angehören. Eine drastische Verringerung des Betriebsgeräuschs konnte ich allerdings nicht feststellen. Trotzdem ist die Box eine nette Zugabe und für diesen Gesamtpreis eine echte Besonderheit.
Fazit
Ein abschließendes Fazit fällt nicht schwer.
Das Gehäuse überzeugt vor allem mit seinem Belüftungskonzept und seiner Preis-Leistung. Bei welchem anderen Gehäuse kriegt man ein temperaturgeregelte 80mm-Lüfter, Festplattenentkopplung und ein hochwertiges Markennetzteil für einen Preis von 78,90 € ?
Hi,
hab jetzt kein Messgerät aber sind eigentlich angenehm leise. Wenn man den PC den ganzen Tag (oder nachts wegen DL laufen lässt) drehen sie etwas hoch.
Ist aber immer noch ein annehmbarer Geräuschspegel und wenn ich penne und den PC laufen lasse kaum bemerkbar (PC ist etwa 4m vom Bett entfernt).
Laufwerkschienen sind doch keine Innovation. Schraubenloses Einbauen von optischen Laufwerken gibts schon lange. Beispielsweise bei Thermaltake oder Chieftec...
Aber Danke für den Test! Gut gelungen
Man kann das NT wechseln. Es gibt nur Einschränkungen:
1. Das Kühlkonzept ginge verloren wenn man das Netzteil oben einbauen würde und das alte mitsamt Lüfter aus.
2. Da das NT oben eingebaut werden müsste, dürfte der CPU-Kühler nicht zu groß sein, da er sonst dem NT in die Quere käme.
(Auf jeden Fall wäre es bei mir so, hab aber auch nen mATX-Board)