Immer häufiger sieht man in den einschlägigen Werbeprospekten der großen Elektronikläden externe Festplatten im 3,5" Bereich. Diese USB-Festplatten versprechen einfache Installation bzw. Anschluss über den USB-Port, anstatt unbekanntes rumfiebern beim internen Einbau einer Festplatte zur Erweiterung der Speicherkapazität.
Aber externe Geräte können auch andere Vorteile haben - In Zeiten in denen Barebone und Laptops immer weiter ins Zentrum des normalen Users rücken, sind interne Ausbauten aus Platzgründen schwierig bzw. unmöglich.
Dass es aber auch eine günstigere und individuellere Lösung gibt, sollen externe Festplattengehäuse in denen man selber eine 3,5" Festplatte einbauen kann, beweisen.
In diesem Test stelle ich euch ein edles externes Gehäuse vor, nämlich das USB 2.0 Icecube Pleiades, welches man zurzeit zu einem Sonderpreis von 42,89 EUR bei Com-Trade bestellen kann.
Vielen Dank an diesen Onlineshop, welcher uns das Produkt unproblematisch und schnell zu Verfügung stellte.
Lieferumfang / technische Daten:
Das IceCube Pleiades kommt in einem großzügig dimensionierten Pappkarton, wobei der Inhalt durch geformte Schaumstoffteile genügend gesichert ist.
Der Lieferumfang war zufriedenstellend und komplett. Er beinhaltet folgende Dinge:
Icecube Pleiades
USB-Kabel zum Anschluss an den PC
Netzteil (Input 100-240V, Output 12V/3A)
Anleitung (Englisch, Deutsch, Chinesisch)
Treiber-CD (nur bei Win98/SE notwendig)
Zum letzten Punkt ist vielleicht noch zu erwähnen, dass das USB-Laufwerk nur unter Win98/98SE (mit entsprechendem Treiber) und unter WinME/2000/XP/Mac (ohne Treiber) zu betreiben ist.
Die Montage gestaltet sich, auch dank bebilderter Anleitung im beiliegenden Handbuch, sehr einfach.
Nachdem man die Schrauben des Standfußes gelöst hat kann man diesen auch schon entfernen. Nun zieht man das innere Teil samt Elektronik aus der anscheinend sandgestrahlten äußeren Aluminiumhülle heraus. Nun muss nur noch die aus Blech gefertigte Schutzkappe abmontiert werden und man sieht das Innenleben.
Auf der roten Platine kann man schon alles erkennen, was zum Einbau notwendig erscheint. Das IDE- und das Stromkabel sind schon vormontiert und müssen nur noch mit der Festplatte verbunden werden. Die Festplatte kann dabei auf Master eingestellt bleiben. Diese Installation mit der Platine und das Einstellen der Festplatte werden im Handbuch nicht weiter erläutert. Es erklärt sich jedoch von selber und mit der Master-Einstellung ist bisher noch kein Problem aufgetreten.
Das Laufwerk an sich wird von unten mit dem Innenteil verschraubt. Dabei sollte man das Kabel, welches zur vorderen LED führt nicht einquetschen oder mit verschrauben. Dies würde bekanntlich zu einem Kurzschluss führen.
Die Dual-Leuchtdiode signalisiert die Aktivität der Festplatte. Dauerhaftes, blaues Leuchten bestätigt, dass sie Strom erhält. Wenn sie blau blinkt arbeitet die Festplatte.
Sollte eine Überspannung durch zum Beispiel ein defektes Netzteil auftreten leuchtet die LED rot und sobald beide Farben erscheinen liegt eine Unterspannung an.
Nach dem inneren Anschluss des Laufwerkes kann das externe Gehäuse wieder komplett zusammengebaut werden. Dabei fällt einem auf, dass alle Teile so eng anliegend sind, sodass eine Wärmeabfuhr durch das mehr oder weniger gut Kühlende – jedoch edel wirkende Aluminium- in geringem Ausmaße möglich ist.
Anschluss:
Der Anschluss an den PC gestaltet sich sehr simpel. Nachdem das Gerät mit Strom versorgt ist, kann man das USB-Kabel dazu verwenden die beiden Komponenten zu verbinden. Beim Betrieb mit dem Betriebssystem Windows XP (meine Erfahrung) kann das Laufwerk - dank Plug and Play und der Hot-Swap Funktion - während der PC schon läuft über den hinten liegenden Powerschalter angeschaltet werden. Windows erkennt die Platte sofort und installiert sie von selber. Auch vorhandene Partitionen werden erkannt und deren Inhalt und Struktur ordnungsgemäß übermittelt.
Wie oben schon erwähnt müssen unter Windows 98 und 98/SE die mitgelieferten USB 2.0 Treiber installiert werden. Das Gerät ist abwärtskompatibel und somit auch mit einem USB 1.1 Anschluss betriebsbereit.
Performance:
Dass der USB-Anschluss noch lange nicht die Leistungsfähigkeit eines internen IDE-Anschlusses erreichen kann, ist von vornherein klar.
Mit dem Programm HD-Tach in der Version 2.7 habe ich die vorhandene Festplatte einen Leistungstest unterzogen. Es handelt sich bei dem Testobjekt um eine 80 GB Maxtor 32049H2 mit 7200 U/min.
Ich testete sie im Vergleich zum vorigen Betrieb im IDE-Modus.
Als erstes sehen uns mal den Performance Bericht des internen Anschlusses an:
Die Zugriffszeit liegt bei 14,5 ms und die durchschnittliche Lesegeschwindigkeit bei 36.0 MB/sec.
60,7 MB/sec. Sind beim Burst-Test erschienen. Diese ändert sich natürlich bei folgendem Test der USB-Festplatte:
Das Vergleichen ist selbsterklärend. Beim Performance Burst-Test muss man laut diesem Test eine Performance-Einbuße von 42,2 MB/sec. Hinnehmen. Dies entspricht einem Prozentsatz von ~69,53%. Dies war jedoch abzusehen und ist natürlich durch den USB2.0 Anschluss beschränkt.
Auch fällt im Vergleich die 8,5% höhere CPU-Auslastung auf, die durch den Zugriff ausgelöst wird.
Hänger oder Abstürze sind mir trotz eingeschränkter Kühlung noch nicht untergekommen.
Fazit:
Dass externe USB-Geräte (noch) nicht den Leistungsumfang haben können, wie die durch den „High-Speed“ IDE-Anschluss angesteuerten, ist dem informierten Benutzer klar.
Ein Griff zu einem externen Laufwerk, muss durch andere Bedingungen begründet sein. Wer auf Leistung steht, sollte sich ein solches Gerät nicht anschaffen. Für das Speichern von Daten, wie zum Beispiel Media-Daten reicht es jedoch allemal. Es ist dementsprechend nicht sinnvoll sein Betriebssystem auf diesem Speichertyp zu betreiben, obwohl dies theoretisch möglich ist, wenn im Bios ein booten von dieser Medium einzustellen ist.
Das IceCube Pleiades besticht durch sein ansprechend aktuelles Design und dadurch dass eine gewisse Kühlung schon möglich ist, auch ohne Lüfter. Das Aluminium und die gelochte Frontblende sorgen für ein gewisses Kühlpotenzial. Da das Gehäuse bei Aktivität jedoch handwarm wird, sollte man es nicht noch zusätzlichen Wärmequellen, wie z.B. Schriebtischlampen ausliefern.
Die einfache Montage überzeugt auch unerfahrene User und ist somit auch eine Möglichkeit Geld zu sparen, wenn man nicht unbedingt zu Massenspeichern greifen möchte, sondern seine schon vorhandene und ggf. schon mit Daten bespielte Festplatte ins System integrieren möchte.
Hier noch einmal die Vor- und Nachteile auf einen Blick:
Vorteile:
Edles Alu-Design
Einfache Montage
Ausführliches und deutsches Handbuch
Mobilität
Unter Windows ME/2000/XP keine Treiberinstallation erforderlich
Bei leiser Festplatte hat das Gehäuse durch fehlenden Lüfter ein gewisses Silent-Potenzial
Nachteile:
Schlechte Kühlung
Schlechte Übertragungsrate durch USB-Anschluss
Montageanleitung zur Elektronischen Installation fehlt
Alles in allem hat mich das IceCube auch im Preis- Leistungsverhältnis überzeugt. Es war mir nun möglich meine lange schon verstaubte Festplatte einzubauen und ins System zu integrieren. Ich war nicht gezwungen sie ins Gehäuse einzubauen und „verschwendete“ dadurch keinen Platz. Außerdem ist die die Mobilität eines Datenträgers in dieser Größe nun natürlich viel besser. Man kann sie an andere PCs anschließen ohne dabei Treiber installieren zu müssen.
Ein einfacher und mobiler Datenaustausch. Das Gerät macht mir Spaß - auch weil es so schön glänzt.
ich teile die meinug von "der Faktor" nicht! firewire ist ja eine schöne sache - aber die wenigsten haben firewire! usb geht mitlerweile an jedem rechner....
Wer ernsthaft auf externe Lösungen setzen möchte sollte lieber eine Firewirevariante kaufen.
Wenn man nach den Leistungsdaten geht ist Firewire 400 knappe 80Mbit/s langsamer als USB2.0 aber
in der Realität sieht das anders aus. Da Firewire bzw. I-Link dem OHCI Standard entspricht, wird nicht der Umweg über das System gegegangen sonder direkt auf die entsprechende Adressräume zugegriffen. Das bewirkt in der Praxis das eine Firewire HDD weitaus effektiver und schneller arbeitet als eine USB2.0. Ein weiterer Vorteil ist dass Firewire die CPU weitaus weniger beansprucht als das USB2.0 Protokoll.