Aufgrund des exponentiell steigenden Wachstums der Datenmengen wegen schnellerer Internetanschlüsse, hochauflösenden Fotos und Videos sowie weiteren technischen Weiterentwicklungen, gibt es heutzutage fast kaum noch einen Hersteller von Computer-Peripherie, der keine externen Gehäuse für Festplatten und sonstige Geräte anbietet.
So auch "Akasa", ein asiatischer Hersteller diverser Artikel für den Markt des Computer-Zubehörs, der mit seiner "Integral"-Serie verschiedenster Varianten sog. HDD-Enclosures sich aus der Masse von derzeitig erhältlichen Produkten abheben möchte. Inwiefern dies gelingt soll im folgenden Artikel geklärt werden, wobei ich mich an dieser Stelle ganz herzlich bei Caseking.de für das zur Verfügung stellen des Artikels bedanken.
Das hier getestete Akasa Integral P2 USB 2.0 - 3,5 Zoll ist derzeit für 29,90 Euro unter diesem Link erhältlich.
Verpackung und Lieferumfang
Vormittags klingelt ein freundlicher Mitarbeiter des Versandunternehmens GLS und überreicht mir ein fest verschlossenes und vollkommen unversehrtes Paket. In der aufklebten Klarsichthülle befindet sich der Lieferschein und die Rechnung von Caseking.de
Nach dem Öffnen fällt der Blick gleich auf viel Packpapier, welches den Artikel während der Reise sicher geschützt hat. - Erstes Lob an Caseking.de - umweltschonender und sicherer Versand. Das Festplatten-Gehäuse an sich ist ebenfalls sicher verpackt, während man alle nötigen Informationen schnell von der Umverpackung ablesen kann. Der Lieferumfang setzt sich wie folgt zusammen:
Akasa Integral P2 USB 2.0 - 3,5 Zoll
USB 2.0 Kabel
transparenter Standfuß
Netzstecker / externes Netzteil
Installations-CD
Mehrsprachige Bedienungsanleitung
Befestigungsschrauben
Weiter geht es zur Montage...
Einbau
Ein kurzer Blick in die multilinguale Anleitung und schon können auch unbegabte Schrauber sich an die Arbeit machen. Mit einem Schraubendreher, der leider nicht im Lieferumfang enthalten ist, werden an der Rückseite zwei Schrauben gelöst. Darauf lassen sich Innenteil und die äußere Aluminiumhülle voneinander trennen. Nun können Strom- und IDE-/SATA-Kabel an die Festplatte, in meinem Fall eine 160 GByte große IDE-Platte aus dem Hause Samsung, angeschlossen und der Datenträger mit den mitgelieferten Schrauben auf dem Träger/Schlitten montiert werden.
Ist dies geschehen, müssen nur noch Schlitten und Außenhülle wieder zusammen geführt werden und man wäre mit der Installation fertig. Allerdings gestaltet sich dieses Szenario in diesem Fall als etwas sehr fummelig. Aufgrund des sehr starren IDE- und Stromkabels, letzteres ist zu allem Überfluss noch verdreht auf der Platine aufgelötet, lässt sich der Träger nur mit Mühe nach einigen Minuten und Fluchens zurück in das Gehäuse schieben. Hier besteht definitiv Nachbesserungsbedarf seitens Akasa.
Inbetriebnahme und Performance
Besonders wichtig für mich war die einwandfreie Funktion des externen Gehäuses an einem Mac. Zwar versprach die sehr ausführlich Artikelbeschreibung auf Caseking.de eine einwandfreie Unterstützung von MacOS ab Version 8.6, jedoch wurden meine Zweifel erst widerlegt, als auf dem Desktop meines MacBooks das entsprechende Icon eines externen Datenträgers auftauchte. Auch das Ansteuern der Festplatte über des entsprechende Dienstprogramm war problemlos möglich.
Während des Betriebs beleuchtet übrigens eine Duo-LED den an der Stirn des Gehäuses befindlichen Schriftzug - rot bei Schreibzugriff, blau im Leerlauf.
Nach dem Anschließen wurde mittels XBench, ein vielseitiger Benchmark für MacOS, die Performance des Gehäuses überprüft. Wie man erkennen kann liegt die durchschnittliche Schreibgeschwindigkeit bei rund 13 Mbyte, die Lesegeschwindigkeit bei circa 7 MByte. Da mir leider keine Vergleichswerte zu anderen Herstellern und Produkten vorliegen, kann ich leider keine objektiven Aussagen treffen.
Optik und Qualitätseindruck
Die äußere Verarbeitung des Akasa Integral Festplatten-Gehäuses kann durchaus als gut bezeichnet werden. Das silberne, matte Aluminium ist durchgehend und massiv gearbeitet und bietet keinen Grund für Beanstandungen. Stirn- und Rückseite sind aus schwarzem, glänzenden Kunststoff und passen optisch gut zum Aluminium. Lediglich die silber-glänzende Kunststoff-Einfassung wirkt weniger edel und stört etwas das ansonsten dezente Gesamtbild.
Die Anschlüsse sind ebenfalls einwandfrei gearbeitet und gut beschriftet. Ebenfalls positiv: der angemessen große und gut positionierte Stromschalter.
Auf der Unterseite befinden sich außerdem für kleine Gummifüße, welche das Gehäuse bei horizontaler Aufstellung auf jeder Oberfläche rutschfest positionieren. Im Gegensatz dazu finden sich auf der Oberseite an den entsprechenden Stellen insgesamt vier Aussparungen, wodurch sich zwei oder mehr Gehäuse dieses Modells bequem stapeln lassen.
Weniger positiv kommt der Innenraum des Akasa Integral weg: Scharfe Kanten und eine ungeschützte Platine zeugen von nicht allzu guter Verarbeitungsqualität.
Weiteres Manko ist der eigentlich gut verarbeitet Acryl-Standfuß für eine vertikale Aufstellung, da dieser auf glatten Flächen sehr leicht hin und her rutschen kann. Hier könnte Akasa mit einer Gummierung der Stellfläche nachbessern.
Fazit
Das Akasa Integral hinterlässt einen etwas durchwachsenen Eindruck - leider. Sowohl Optik und Verarbeitung, als auch Performance können als gut bezeichnet werden, wenn auch mit einigen Abzügen im Detail, welche sich allerdings mit recht einfachen Mitteln vom Hersteller nachbessern lassen könnten.
Zum Schluss noch die gewohnte Zusammenfassung:
Aluminiumhülle Optik (mit Einschränkung)
Nicht rutschfester Standfuß Einbau
Bei Fragen, Hinweise oder Kritik könnt Ihr einen Kommentar hinterlassen oder Euch direkt an mich wenden
Deine ermittelten Werte sind für eine USB 2.0 Festplatte eher mager. Sowohl mein billiges externes Gehäuse von Ultron als auch mein Sony HDD mp3 Player können die USB Schnittstelle ganz ausnutzen und erreichen etwa 30mb/s. Evtl sind die Mac Treiber da nicht so ganz ausgereift, kenn mich da jedoch wirklich nicht aus.